Die 7 besten Tipps für das Aussortieren mit Familie. So klappt das Ausmisten auch für dich als Mama!



Du hast dir das Ziel gesetzt, dass unbedingt etwas passieren muss. Du bist genervt von der ständigen Unordnung und hast keine Lust mehr jeden Tag, gefühlt von morgens bis Abends in deinem Zuhause Dinge von links nach rechts zu räumen, um dann im Endeffekt doch nicht die Sachen zu finden, die du brauchst.

Du hast den Entschluss gefasst, dass euer Zuhause ausgemistet werden muss.

Wow, ich verstehe dich vollkommen und kann dir nur raten, deinen Entschluss so schnell wie möglich umzusetzen. Du glaubst gar nicht, wie sehr mein Leben sich verändert hat indem der alte, unnütze Krempel von mir aus der Wohnung entfernt wurde und ich neue Routinen, Organisation und nicht zu vergessen Ordnung in mein Leben eingeführt habe.

Ja, Ordnung, Routinen, Organisation, blabla, das hört sich so verdammt langweilig und anstrengend an, aber ich sage dir, das ist es nicht. Viel mehr gewinnst du an Spontanität, Lebensfreude und Zeit, ja ich habe so unglaublich viel Zeit gewonnen und das alles „nur“ durch aussortieren und ein wenig Planung.


Naja, nun aber Butter bei die Fische. Wo, wie und womit sollst du am besten mit dem Ausmisten starten?

Nein, da muss ich dich leider enttäuschen. So schnell geht es leider nicht. Wie oben schon erwähnt, machst du dir dein Leben sehr viel einfacher, wenn du ein bisschen planst, bevor du dich an eine Aufgabe begibst und wo du starten solltest, sage ich dir jetzt.


  1. Der erste Schritt, den du zu deiner neuen nachhaltigen Ordnung benötigst, ist gnadenlose Ehrlichkeit und ein wenig Kopfzerbrechen. Frage dich bevor du überhaupt daran denkst auszusortieren, was dich besonders stört. Welche Situationen lassen dich regelmäßig wütend oder traurig werden, wofür schämst du dich? Sei dir sicher, jede Mama kennt diese Situationen und du bist sicher kein Sonderling, sondern eine von vielen! Dann mach dir Gedanken darüber wie du dir deinen Alltag vorstellst, wie du dir deine Wohnung und deinen Tagesablauf vorstellst. Bitte bleibe auch hier absolut ehrlich und realistisch. Eine Wohnung mit noch nicht mal ein Staubkorn am Boden an jeder Ecke edle (nicht eingestaubte) Dekoration ist, mit Kindern und sagen wir beispielsweise zwei Hunden kaum möglich, zumindest nicht, wenn du am Tag noch etwas anderes machen möchtest als Putzen und aufzuräumen. Das bedeutet für dich nicht, dass du deine Ziele nicht hochstecken kannst aber bitte realistisch. Mein persönliches Ziel ist so definiert, das ich möglichst viel Zeit für meine Familie und mich möchte und trotzdem jeder Zeit Besuch empfangen kann. Es soll sauber und ordentlich sein. Ich möchte einen Alltag, der mir leicht von der Hand geht und maximal viel Zeit für meine Kinder haben.

  2. Als Nächstes steht ein (oder mehrere) Gespräche mit deiner Familie an, du bist kein ein Mann Haushalt, sondern du lebst mit Kindern und/oder einem Partner zusammen. Du musst weder die ganze Verantwortung noch die ganze Arbeit alleine tragen. Ihr seid eine Einheit, eine Familie, die Familie sollte sich gegenseitig unterstützen, wertschätzen und zusammen schwierige Aufgaben bewältigen. Da Kommunikation in Beziehungen bekanntlicher Weise alles ist, solltest du auch in dieser Situation mit deiner Familie sprechen, wie es dir geht, was dich nervt, was du dir wünscht und wie man das Projekt „neues, entspanntes, ordentliches Leben“ umsetzten könnte. Ich weiß, dass dieses Gespräch eventuell zunächst zu verdrehten Augen, genervten Kindern und Streitigkeiten führen könnte, ist ja klar, alles beim Alten lassen ist viel einfacher und bedeutet vieeeel weniger Arbeit. Klärende Gespräche können aber genauso gut zu super Lösungen und Ideen führen, an die du selbst vielleicht noch nicht einmal gedacht hast, vielleicht fühlen sich andere Familienangehörige ähnlich und sind froh, dass du den Anstoß für euer neues Projekt gegeben hast. Auch wenn du Gegenwind bekommst, denke daran, dass es DEIN dringender Wunsch ist und versuche in einer anderen ruhigen Minute noch einmal dein Anliegen zu besprechen. Natürlich kannst du jetzt langsam schon einmal beginnen deine Sachen auszusortieren aber bitte mache dich erst an den Kram der „Anderen“ wenn ihr eine Lösung gefunden habt, die ihr alle für richtig haltet. Du kannst nicht für andere Personen entscheiden, was für sie wichtig ist und welche Dinge wegkönnen. (Bei Kindern sollte man hier immer individuell entscheiden, ob man sie alleine ausmisten lässt, sie Unterstützung benötigen oder beispielsweise aufgrund des Alters noch gar nicht selbstständig Ordnung schaffen können.) Du kannst natürlich auch deinen Partner beim Aussortieren unterstützten oder es ihm abnehmen, aber erst wenn ihr eine gemeinsame Absprache getroffen habt.

  3. Jetzt geht es aber los, also fast. Bevor du in dein Zuhause, in behalten und aussortieren klassifizierst, solltest du dir unbedingt einen Plan machen, wie du vorgehen möchtest. Mache bitte nicht wie ich früher den Fehler und beginne einfach ohne Plan kreuz und quer mit dem Aussortieren. Ich kann dir sagen, das wird in einem unglaublichen Chaos enden und wie so oft im Leben, viel länger dauern, als wenn du dir einen Plan gemacht hättest. Ich habe diesen Fehler tatsächlich vor Jahren einmal gemacht und war ewig mit Aussortieren beschäftigt. Es war das reinste Chaos, und irgendwann wusste ich nicht mehr, wo ich weitermachen soll und was ich erledigt habe. Am Besten beginnst du mit dem Raum, der es am dringendsten nötig hat, in dem du dich am unwohlsten fühlst oder wo ihr euch am meisten aufhaltet. Bei mir war es übrigens das Wohnzimmer. Jetzt gehst du von oben nach unten (oder von links nach rechts) durch und sortierst aus, was das Zeug hält. Dein Vorteil ist, dass du so bei Unterbrechungen, und die haben wir Mütter ja zu genüge, im Anschluss immer weißt, wo genau du dran bist.

  4. Stelle dir Kisten oder Kartons bereit für Sachen, die du behalten möchtest, aber noch nicht direkt verräumen kannst, Dinge die definitiv wegkönnen und eine miniklitzekleine Kiste für deine Vielleicht-Sachen. Lass dir gesagt sein, am Anfang wird sich die Weg-damit-Kiste schnell füllen, aber mit der Zeit, wenn die Motivation etwas nachlässt, wird immer mehr in deine Vielleicht-Kiste wandeln, versuche sie deshalb so klein wie möglich zu halten. Deine Vielleicht Kiste, solltest du nachdem du fertig mit Aussortieren bist noch einmal durchsehen, und wenn möglich direkt Entscheidungen treffen. Setzte dir für Dinge, von denen du dich noch nicht trennen kannst oder dir unsicher bist eine feste Deadline, und sehe dir die Kiste dann noch einmal an, und entscheide dann.

  5. Jetzt solltest du tatsächlich fertig sein mit dem ausmisten und jetzt geht es an das neu einräumen. Wenn du hier schon ein paar Beiträge von mir gelesen hast, dann wird dir nicht entgangen sein, dass ich Boxen, Kisten und Körbe absolut liebe. Du kannst mit ihnen einen schönen Überblick und tolle Abgrenzungen schaffen und hast beim Entnehmen und Aufräumen weniger Arbeit, da du die Box einfach entnehmen kannst. Die Boxen sollten allerdings immer ordentlich, sauber und mit ähnlichen Dingen gefüllt sein. Außerdem solltest du darauf achten, dass Dinge die thematisch zusammengehören auch zusammen oder nah beieinander verstaut sind. Das ideale Beispiel sind wohl Bürounterlagen, Bastelsachen und Stifte. So vermeidest du viel Suchen und Rennen im Alltag.

  6. Achte beim Neueinrichten auch darauf, dass deine Schränke nicht zu voll sind, so vermeidest du, dass die Unordnung schnell wieder kommt oder dir sogar Sachen aus dem Schrank entgegenfallen, wenn du mal etwas suchst. Eine gute Regel ist, der Schrank sollte nur zur Hälfte gefüllt sein.

  7. Der letzte wichtige Punkt, den ich dir mit auf den Weg geben kann, denke beim Einräumen der Schränke praktisch. Achte darauf, dass eure Sachen nicht nur für dich, sondern auch für den Rest der Familie leicht zu entnehmen und wieder einzuräumen sind. Mach es ihnen so leicht wie möglich, so fällt es auch den nicht so motivierten Personen in deinem Haushalt, definitiv leichter Ordnung zu halten und alles schnell wieder an den ursprünglichen Platz zu räumen.

DER MAMAPLANER IST ENDLICH DA!


Lass dich nicht entmutigen, wenn das Aussortieren nicht von heute auf morgen erledigt ist, denn schließlich haben wir Jahre dafür gebraucht diese Dinge zu sammeln. Genau so wenig solltest du traurig darüber sein, wenn die neu gewonnene Ordnung, nicht auf Anhieb funktioniert, dann solltest du dir überlegen, was nicht passt und eine Lösung dafür finden. Da wir Menschen bekanntlich keine Maschinen sind, gib auch dir und deiner Familie Zeit, sich an ein neues System zu gewöhnen.


Und jetzt wünsche ich dir viel Spaß beim Entrümpeln deiner Wohnung!

Organisation und Ordnung als Mutter

Mamamitplan.de Auf Instagram

© 2018 by Julia Kloeters

Copyright - 2018 Mamamitplan.de