Aussortieren nach Marie Kondo - mit Familie!

Mein Fazit zum Ordnungs-Konzept von Marie Kondo MIT FAMILIE!

Solltest du schon einmal den Gedanken gehabt haben, dein Zuhause aussortieren zu wollen, dann bist du bestimmt schon über die Ordnungsqueen Marie Kondo gestolpert, Aussortieren, Reduzieren, Aufräumen und Ordnung halten sind ihre Königsdisziplinen, hier erfährst du, wie sehr ihr "Programm" kompatibel mit dem Familienleben ist und was man mit Kindern eventuell besser machen könnte.



Marie Kondo hat Bücher über das radikale Aussortieren geschrieben und zudem eine tolle Sendung bei einem bekannten Streaming Anbieter bekommen, in der sie Menschen hilft ihr Zuhause in Ordnung zu bekommen.


Es ist quasi unmöglich, diese Person zu übersehen, sie hat durch ihre auffällige Person und extreme Art auszumisten die ganze Welt dazu motiviert ihre Häuser und Wohnungen auszusortieren.


Darum lohnt sich das Aussortieren nach Kondo


Ja, ganz klar, der größte Vorteil ist natürlich, dass du natürlich endlich mehr Ordnung in der Wohnung hast, weniger aufräumen und putzen musst, gefolgt von mehr Zeit und besserer Laune. Wenn du noch mehr Gründe lesen möchtest warum du unbedingt, jetzt sofort, oder am besten schon gestern mit dem Aussortieren anfangen solltest, dann ließ dir DIESEN ARTIKEL durch. Nun aber zu den Vorteilen, die das Aussortieren nach Kondo, neben den schon offensichtlichen, absolut empfehlenswert machen:

  1. Ich habe mich vor Jahren, bevor ich mich dazu entschlossen habe, mich mit den Themen Ordnung, Organisation und Haushalt zu beschäftigen, immer wie die absolute Versagerin gefühlt. Ich dachte allen Ernstes, dass ich der einzige Mensch bin, der den so selbstverständlichen Haushalt einfach nicht auf die Kette bekomme. Es tut so gut zu wissen, dass man nicht alleine ist und das es andere Menschen gibt, die Tag für Tag mit denselben Problemen, Stolpersteinen und dem allgegenwärtigen Zeitmangel kämpfen. Das gibt Kraft, man kann seine Probleme gemeinsam angehen und man bemerkt, dass man nicht der einzige Mensch auf dieser Welt ist, der Probleme im alltäglichen Leben hat. Marie Kondo, hat es durch ihre Bücher und vor allem durch ihre Sendung geschafft, dass über Probleme im Haushalt gesprochen wird, die sonst kaum laut ausgesprochen wurden. Diese Probleme sind somit „normal“ und du nicht außergewöhnlich, solltest du auch nicht der ordentlichste & sauberste Mensch sein. Und das Beste daran, es werden nun Lösungen gesucht und gefunden überall auf der Welt, und zwar zu allen Ordnungs-, Organisations- und Haushaltsthemen.

  2. Marie Kondo hat eine, wie ich finde, außergewöhnliche Ausstrahlung, sie ist beruhigend, konsequent, motivierend und liebevoll zu gleich und durch ihre strikte Art auszusortieren kann man schon fast gar nicht an ihr vorbeisehen. Ich denke, genau die Mischung aus ihrer auffälligen Person und dem radikalen Vorgehen beim Ordnung schaffen, motiviert so viele Menschen zu jeder Tages- und Nachtzeit aufzuspringen und sofort mit dem Aussortieren beginnen zu wollen.

  3. Während des Aussortierens fallen immer wieder die Begriffe Verabschiedung und Dankbarkeit. Jedes einzelne Teil, das man ausmistet, soll einmal angefasst, sich verabschiedet und sich bei ihm bedankt werden. Ja, sehr außergewöhnlich und gewöhnungsbedürftig. Der Gedanke dahinter ist allerdings sehr gut und ich vertrete ihn auf allen Ebenen. Die Teile, die dich im Leben nerven, im Weg herum stehen oder liegen, kaputt sind und dich einfach jeden Tag belasten, sind nicht Schuld an deiner Situation. Für alle Dinge, die jetzt unnütz oder kaputt sind, hast du oder ein anderer Mensch einmal Geld oder Zeit investiert und sie haben ihren Dienst (mal mehr und mal weniger) getan. Lerne den Wert einer Sache zu schätzen und du wirst auch in Zukunft weniger unnütze Sachen kaufen, die du in ein paar Jahren oder Monaten wieder aussortieren willst. Es ist nicht selbstverständlich, alle diese Dinge zu besitzen, sondern wir können dafür dankbar sein.

  4. Ohne ein System wird das Projekt "Haus oder Wohnung ausmisten" vermutlich in vielen Fällen sehr schnell scheitern oder du wirst mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein. Eventuell wirst du dich fragen, wozu die ganze Arbeit, wo du überhaupt anfangen sollst und wie du das alles schaffen sollst. Von daher ist ein System die absolut einzig richtige Lösung, die zu einem Ergebnis mit Effekt führt.

  5. Wie oben schon kurz erwähnt, wird durch Dankbarkeit nicht nur die Vergangenheit wertgeschätzt, sondern Frau Kondo steht dafür ein, sich mit allen Produkten, die man kaufen möchte, auseinander zu setzten und sich die Frage zu stellen, ob man es wirklich, also so ganz, ganz wirklich, wirklich braucht oder möchte. Das führt zu einem sehr guten nachhaltigen Konsumverhalten und lässt uns schon wertschätzend mit den Dingen umgehen, obwohl sie unser Haus noch nicht einmal betreten haben. So vermeidest du zum einen unnötigen Müll, unnötige Ausgaben und zu guter Letzt den Ärger in der Zukunft, wieder viele Gegenstände aussortieren zu müssen.

  6. Eine weitere Besonderheit, der ich absolut beipflichten kann, ist das Sortieren und Ordnen in Kisten, Boxen und Körbe. Ich kann dazu nur sagen, dass ich Boxen absolut liebe! Nichts verschafft dir mehr Überblick und Ordnung als eine ordentliche (aussortierte!) Box, mit gleichartigen Dingen. Ja, auch hier herrscht absolute Kisten Liebe! Auch das Säubern und Entnehmen und Aufräumen wird dir durch Boxen viel leichter fallen.

  7. Der letzte Punkt, den ich absolut überzeugend finde,ist dass jeder seine eigenen Sachen aussortiert und NUR DIESE. Du bist du und nur du kannst entscheiden, was für dich wichtig ist. Genau so sieht es auch bei deinem Partner und den Kindern aus. Nur die jeweilige Person kann die Wichtigkeit und Nutzen von bestimmten Dingen benennen. Was für dich unnötig ist, kann einem anderen Menschen sehr viel bedeuten. Das sollte jeder von uns respektieren. Okay, je nachdem wie alt deine Kinder sind, sollte man hier individuell entscheiden, wie und in welchem Umfang man ein Kind beim Aussortieren unterstützt oder es ihm abnimmt.


DER MAMA PLANER IST ENDLICH DA!


Diese Punkte konnten mich leider nicht überzeugen


Nun aber zu den Punkten, mit denen ich mich weniger identifizieren kann, was nicht bedeutet, dass diese Punkte schlecht sind, sondern das sie für mich als Mama, im Alltag mit meinen Kindern, nicht passen.

  1. So wie ich es oben als Vorteil benannt habe, ist es für mich auch ein Nachteil. Die Dankbarkeit. Dankbarkeit und Wertschätzung den Dingen gegenüber ist super und auch absolut wichtig, aber in diesem, sagen wir mal, umfangreichen Rahmen ist es ein bisschen zu viel. Ich denke, wenn das Bewusstsein für den Wert von Dingen da ist und man zukünftig auf sein eigenes Konsumverhalten achtet, ist es nicht verwerflich, nicht jeder Sache, die man aussortiert, seinen Dank auszusprechen und sich von ihr zu verabschieden.

  2. Es gibt verschieden Kategorien, in denen man nach Marie Kondo aussortieren soll. Jede Kategorie sollte zuerst abgeschlossen werden, bevor man in einer neuen Kategorie anfängt. Die Kleidung soll zum Beispiel zusammengetragen werden und erst, wenn alles beisammen ist, sollte mit dem Aussortieren begonnen werden, um den Überblick nicht zu verlieren, was man überhaupt alles besitzt. Nein, das ist bei mir, mit meinen beiden wilden Jungs, nicht möglich. Entweder, hätte ich Abends kein Bett auf dem ich schlafen könnte, da ich ganz ganz sicher nicht in ein paar Stunden, während ich auch meine Kinder betreue, damit fertig werde oder ich könnte alle Anziehsachen in der gesamten Wohnung zusammentragen, da die Jungs Modeshow gespielt und alles verteilt haben.

  3. Marie Kondo faltet für ihr Leben gerne. Grundsätzlich haben gefaltete Textilien den riesigen Vorteil, dass sie sich ordentlicher verstauen lassen und platzsparend sind. ABER leider fehlt mir im Alltag die Zeit, alles ordentlich zu falten und zu verstauen. Bei 4-5 Waschmaschinen Wäsche, die hier in der Woche anfallen wäre das zu viel des Guten und das Falten würde definitiv zu viel Zeit fressen, die ich lieber für mich und meine Familie nutze.

  4. Was passiert nach dem Aussortieren? Darauf habe ich keine Antwort gefunden. Ja klar, du kannst leichter Ordnung schaffen und aufräumen, das Putzen geht vermutlich auch schneller ABER, wie bekomme ich ein gutes System in meinen Alltag. Gerade im Leben mit Kindern müssen so viele Bedürfnisse gestillt werden. Wie schaffe ich es hier, mein Bedürfnis nach Ordnung und Sauberkeit, in das Leben mit meiner Familie zu integrieren und dabei glücklich zu sein? Diese Frage blieb leider unbeantwortet.

  5. Gerade in der Sendung wird der Anschein erweckt, als ob es mit einmal Ausmisten getan wäre. Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass das Aussortieren der Wohnung unweigerlich auch zu einem Aussortieren im Kopf und der Seele führt. Du setzt dich mit der Vergangenheit und der Zukunft auseinander und das wird früher oder später wiederum dazu führen, dass dein Haus ausgemistet werden sollte. Du lernst dich, deine Wünsche, Sorgen und dein Leben von Mal zu Mal besser kennen und das ist auch gut so, somit ist es mit "nur" einmal Aussortieren leider wirklich nicht getan.

Mein Fazit ist, das Marie Kondo eine wunderbare Frau ist, die ein sehr wichtiges Thema angesprochen hat mit vielen wichtigen, richtigen Ansätzen. Leider ist es mit Kindern nicht immer machbar alle Tipps umzusetzen, wenn man denn noch Zeit für sich und die Familie haben möchte.


Genau aus dem Grund, dass es nirgends das optimale System zum Aussortieren UND für das Leben danach MIT FAMILIE gibt, habe ich mir vor Jahren das Ziel gesetzt, ein solches zu entwerfen.

HIER kommst du zu meinem ganzheitlichen Haushalts- und Ordnungskonzept, das dir helfen kann in Zukunft den Haushalt mit links zu schaffen und zudem viel mehr Zeit für dich und deine Kinder zu haben.



Ausmisten nach Marie Kondo mit Kindern. Das sind deine Vorteile und das kann man beim Aussortieren mit Kindern besser machen

Organisation und Ordnung als Mutter

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